Psychomotorik

Die Psychomotorik umschreibt den wechselwirksamen Zusammenhang von innerem Erleben (Freude, Spannung, Wut, Interesse, Langeweile) und äusserer Handlung (Spielen, Schaukeln, Klettern, Toben, Malen, Basteln). Psychomotorik betont, dass sich beide Komponenten in einem permanenten dynamischen Prozess befinden, sich gegenseitig beeinflussen und bedingen.

Dabei öffnet die Bewegung den Zugang zur kindlichen Erlebniswelt. Sie bietet die Grundlage für nahezu alle Spielformen und dient als bevorzugtes Medium im Sozialkontakt. Wer sich den Anforderungen im Spiel gewachsen zeigt, findet leichter Spielkameraden und Freunde. Gemeinsamkeit fördert den Austausch und damit vielfältiges Lernen auf verschieden Ebenen. Das Bewusstsein der Selbstkompetenz und der Eigenwirksamkeitsüberzeugung erhöht die Bereitschaft zu aktiver Gestaltung und beugt Isolations- und Rückzugstendenzen vor. Die Bewegung wirkt somit als Motor bio-psycho-sozialer Entwicklungsprozesse.

Aufgaben

Der Schuldienst der Psychomotorik klärt Fragen rund um die Bewegungs- und Wahrnehmungsentwicklung, die motorisch-koordinativen Fähigkeiten oder psycho-sozialen Auffälligkeiten. Eine entsprechende Vorstellung kann sinnvoll sein, wenn die Kinder und Jugendlichen  

  • Mühen zeigen, neue Bewegungsmuster zu erlernen
  • häufig in kleinere Unfälle verwickelt sind und sich wehtun 
  • im Zeichen- und Schreiblernprozess verkrampfen
  • sich vor neuen Herausforderungen immer wieder zurückziehen
  • sehr schüchtern sind und eigene Vorstellungen nicht mitteilen
  • anderen wiederholt aggressiv begegnen 
  • offensichtliche Schwierigkeiten ins Lächerliche ziehen und als Clown überspielen

Angebot

  • Fachliche Einschätzung des psychomotorischen Entwicklungsstandes
  • Therapeutische Unterstützung der psychomotorischen Entwicklung im Einzelbezug, in der Klein- oder Grossgruppe
  • Beratung der familiären wie schulischen Bezugspersonen
  • Beratung und Förderung im Schreiblernprozess (Grafomotorik)