Häufige Fragen

Pensum Kindergartenlehrperson

  • Ist ein Vollpensum (30 L.) im KG möglich?
    Das Pensum der Kindergartenlehrperson beträgt an einer Kindergartenklasse ohne besondere Bedingungen 28 Lektionen pro Woche. Ein Vollpensum von 30 Lektionen ist deshalb für Klassenlehrpersonen an der eigenen Kindergartenklasse im Normalfall weiterhin nicht möglich. Das Pensum setzt sich zusammen aus fünf Vormittagen mit 20 Lektionen, zwei bis drei Nachmittagen mit insgesamt 4-6 Lektionen sowie 2 Entlastungslektionen für die Klassenlehrperson.
    Bei integrativer Sonderschulung kommen zusätzlich eine halbe oder ganze Lektion Entlastung hinzu. Das Erreichen von 30/30 Lektionen ist auch möglich, wenn Unterricht an einer anderen Klasse der Schule erteilt wird.
  • Wie ist die Abgeltung der Pausenaufsicht geregelt?
    Jede Kindergartenlehrperson hat Anrecht auf eine Pause. Obwohl die in der Verordnung zum Personalgesetz § 11 Absatz 3 festgelegte Regelung "Zur Arbeitszeit zählt eine Pause von 15 Minuten pro Halbtag" für Lehrpersonen nicht gilt, soll diese sinngemäss beim Unterricht an den Vormittagen zur Anwendung gelangen. Die 15 Minuten Pausenzeit ist deshalb in die Präsenzzeit eingerechnet. Die zweite Hälfte der 30-Minuten-Pause der Kinder ist ebenfalls in die Präsenzzeit eingerechnet, doch ist diese für die Aufsicht einzusetzen.
    Kann die persönliche Pause von der Kindergartenlehrperson generell nicht bezogen werden, weil sie die Kinder beaufsichtigen muss (z.B. Quartierkindergarten), wird diese Pausenzeit als Betreuungszeit bewertet.

Kindergarten- und Basistufeneintritt

Unterrichtszeiten und -verpflichtung

  • Wie ist der Unterricht im Kindergarten und in der Basisstufe organisiert?
    Der Unterricht im Kindergarten und in der Basisstufe wird in Blockzeiten geführt und ist auf die örtlichen Schulzeiten abgestimmt (z. B. vom 08.15 bis 11.45 Uhr). Eine Pause von rund einer halben Stunde gibt den Kindern Zeit zum Essen, Trinken und um sich im Freien zu bewegen.
    Die Pause unterteilt den Vormittag in zwei unterschiedlich gestaltete Spiel- und Lerneinheiten mit geführten und freien Tätigkeiten. Beim Kindergarten und in der Basisstufe besuchen die Kinder an einem oder zwei Nachmittagen in Gruppen den Unterricht.
  • Wie viele Lektionen umfasst die wöchentliche Unterrichtszeit im Kindergarten?
    Ab Schuljahr 2017/18 beträgt die Unterrichtszeit für alle Lernenden 22 Lektionen (WOST 2017).
  • Wie viele Lektionen umfasst die wöchentliche Unterrichtszeit in der Basisstufe?
    Ab Schuljahr 2017/18 beträgt die Unterrichtszeit 22 bis 25 Lektionen, spätestens ab dem dritten Basisstufenjahr 25 Lektionen (WOST 2017).
  • Ist eine Reduktion der Unterrichtszeit beim Eintritt möglich?
    Es besteht die Möglichkeit, beim Eintritt in den Kindergarten oder in die Basisstufe die Unterrichtszeit für einzelne Kinder zu reduzieren. Der Unterrichtsbesuch pro Schulwoche darf jedoch 16 Lektionen nicht unterschreiten. Im Rahmen einer abgesprochenen Zeitspanne von zirka sechs Wochen wird die Situation gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten überprüft und nur im Einzelfall für eine weitere Dauer von maximal sechs Wochen neu geregelt.
  • Gilt die Blockzeitenregelung auch für die jüngeren Kinder im zweijährigen Kindergarten?
    Ja. Der Unterricht im zweijährigen Kindergarten ist auch für die jüngeren Kinder in Blockzeiten an fünf Vormittagen organisiert (z.B. von 08.15 bis 11.45 Uhr). 
  • Muss die Schule für jüngere Kinder einen zusätzlichen Stichtag festlegen?

    Nein, die Schule soll jedoch die Erziehungsberechtigten rechtzeitig über den Kindergarteneintritt informieren. Sinnvoll ist, für den Eintritt im August bzw. im Februar einen administrativen Anmeldetermin zu definieren. Die gängige Praxis ist beim

    • Eintritt auf Schuljahresbeginn im August: definitiver Anmeldetermin bis Ende Januar.
    • Eintritt ins zweite Semester im Februar: provisorischer Anmeldetermin bis Ende Januar, allfällige Abmeldung bis Ende September.

Bewegung und Sport und Schwimmen im Kindergarten

  • Hat der Kindergarten kein Turnen und Schwimmen mehr?
    Mehrere kurze Bewegungsintervalle gehören zum täglichen Unterricht im ganzen 1. Zyklus. Neben den Bewegungsangeboten im Innenraum sind Bewegung und Sport in der Natur wichtige Elemente des Schulalltags. Im Kindergarten stehen in der Regel zwei Lektionen in der Sporthalle zur Verfügung.
    Im Kindergarten können erste Bewegungserfahrungen im Wasser gesammelt werden. Sich im brusttiefen Wasser frei bewegen und spielen sind Vorstufen zum Schwimmen. www.volksschulbildung.lu.ch; Suche: Bewegung & Sport

Lehrmittel

  • Wie sieht die Lehrmittelsituation für den Kindergarten aus?
    Es gibt spezifische Lehrmittel für den Kindergarten. Im Schulverlag plus AG werden unter "Lehrmittel 4 bis 8" gut einsetzbare Lehrmittel für verschiedenste Bereiche angeboten.
    Hinweis: Für den Kindergarten gibt es kein Lehrmittelobligatorium.

Kompetenzen/Kompetenzstufen

  • Welche Kompetenzstufen müssen im Kindergarten erreicht werden?
    Der Lehrplan definiert bewusst keine Kompetenzstufen, die im Kindergarten erreicht werden müssen. Die Zyklen respektieren die individuellen Lerntempi der Kinder und Jugendlichen und legen verbindliche Grundansprüche erst am Ende eines Zyklus fest. Die Kinder haben also für die Erreichung der Grundansprüche Zeit während des ganzen ersten Zyklus. Damit nicht ein künstlicher Schnitt zwischen Kindergarten und Primarschule entsteht, wurde im ersten Zyklus auf den Orientierungspunkt verzichtet.
    Der Lehrplan 21 gibt also nicht vor, was im Kindergarten erreicht werden muss. Er gibt eine Orientierungshilfe für den Anschluss an die Fachlehrpläne.
    Im Fremdbeurteilungsinstrument nehmen die Lehrpersonen im Kindergarten eine Beurteilung hinsichtlich der entwicklungsorientierten Zugänge vor und zeigen damit den Entwicklungsstand der Kinder auf, wenn sie in die erste Klasse übertreten.

Eintritt in die 1. Klasse der Primarschule