Unterricht & Förderung

Separative Schulung, SeS

Momentan besuchen die HPS Willisau rund 70 Kinder und Jugendliche. Sie werden in folgenden Stufen beschult: Basis-, Primar- und Sekundarstufe.

Die obligatorische Schulzeit umfasst 11 Schuljahre. An der HPS Willisau sind diese in 4 Jahre Basisstufe, 4 Jahre Primarstufe und 3 Jahre Sekundarstufe gegliedert. Ist noch keine Anschlusslösung möglich, können 1-3 Überbrückungsjahre beantragt werden.

Die wöchentliche Unterrichtszeit ist in den Wochenstundentafeln der DVS des Kantons Luzern festgehalten.

Die Lehrkräfte erarbeiten für jede Schülerin, für jeden Schüler einen Förderplan, der Stärken und zu erarbeitende Ziele in der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz definiert. Im Herbst wird der Förderplan mit den Eltern und wenn möglich mit dem Kind besprochen. Vor den Sommerferien wird der evaluierte Förderplan als Schulbericht den Eltern und der Schülerin, dem Schüler vorgestellt.

Das Lernangebot umfasst den allgemeinen Unterricht im Klassenverband, eine Lagerwoche, den Fachunterricht und die Einzelförderung, Projekte, Ateliers und Therapien.

Im allgemeinen Unterricht wird der Umgang mit sich selber (Selbstkompetenz), mit den andern (Sozialkompetenz) und der Mitwelt (Sachkompetenz) angeregt, erlernt, geübt und gefestigt.

Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen werden eingeführt und aufgebaut, wenn beim Kind die dazu notwendigen Voraussetzungen entwickelt und gefestigt sind. Der Kontakt mit der alltäglichen Aussenwelt schafft zusätzlichen Übungs- und Experimentierraum. So ermöglichen wir den Kindern und Jugendlichen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden, sich zu behaupten und sich wohlzufühlen.

Bildung und Erziehung finden über gemeinsames Lernen und Arbeiten, aber auch im Spiel, in musisch-kreativen Aktivitäten, beim Sport sowie gemeinsamen Feiern und Festen statt.

Klassenlager sind ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Während der Lagerzeit sind ganzheitliche Förderung und ein vertiefter Einblick in die Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen zur Alltagsbewältigung möglich. Soziale Bindungen unter den Gruppenmitgliedern können vertieft werden.

Separative Schulung, SeS
Separative Schulung, SeS

Integrative Schulung, IS

Eine wichtige Voraussetzung für die Entfaltung der Persönlichkeit ist das Vertrauen in die Bildungs-und Entwicklungsfähigkeiten jedes Menschen. Dieser Satz steht in unserem Leitbild, dementsprechend müssen wir uns immer wieder folgende Fragen stellen: Wo soll ein Kind mit Sonderschulbedarf zur Schule gehen - in der HPS Willisau oder integriert in der Regelschule vor Ort?

Welches sind die spezifischen pädagogischen Bedürfnisse des Schülers, der Schülerin? Wie gewährleisten wir optimale Schulung?

Mehr als 50 Kinder und Jugendliche mit einem Sonderschulbedarf besuchen momentan, vom Kindergarten bis in die Sekundarstufe, die Regelschule an ihrem Wohnort.

Die HPS oder die Regelschule stellt eine Heilpädagogin, einen Heilpädagogen (IS Lehrperson) zur Verfügung. Sie sind für die heilpädagogische Schulung und die fachliche Unterstützung der Schülerin, des Schülers verantwortlich und betreuen während einer bestimmten Anzahl Lektionen diese individuell oder im Klassenverband.

Grundlage der Schulung bildet wieder der Förderplan. Die IS Lehrperson erarbeitet diesen für die Schülerin, für den Schüler. Im Herbst wird der Förderplan und vor den Sommerferien der Schulbericht mit den Eltern und wenn möglich mit dem Kind besprochen. Noten werden in der Regel keine gegeben.

Die soziale Integration steht im Zentrum aller Bemühungen.

Für eine gelingende Integration ist die professionelle Zusammenarbeit der Heilpädagogen und Heilpädagoginnen, der Schulleitung HPS, der Schulleitungen und der Klassenlehrpersonen aus der Regelschule, der Schulpsychologischen Dienste und engagierter Eltern unerlässlich.

Die detaillierten Rahmenbedingungen sind auf der Website der Dienststelle Volksschulbildung des Kantons Luzern festgehalten:

Integrative Sonderschulung in Regelklassen

Integrative Schulung, IS
Integrative Schulung, IS