Schulangebote Asyl volksschulbildung.lu. ch

Schulangebote Asyl

Die Schulangebote Asyl stellen die Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Asylstatus sicher. Sie sind zuständig für die Beschulung von Kindern und Jugendlichen im volksschulpflichtigen Alter, solange diese in einem kantonalen Asylzentrum wohnen.

Seit August 2020 richten sich die Angebote auch an späteingereiste Jugendliche und junge Erwachsenen sowohl aus dem Asylbereich als auch aus EU/EFTA- und Drittstaaten. 

Zielgruppen

Die Schulangebote Asyl unterscheiden innerhalb der obligatorischen und nachobligatorischen Schulzeit vier Zielgruppen, auf die ihr Angebot ausgerichtet ist:

  • Begleitete Kinder und Jugendliche, die mit ihren Eltern in einem kantonalen Asylzentrum wohnen
  • Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (MNA= mineurs non accompagne), die im kantonalen Asylzentrum Grosshof wohnen
  • Jugendliche über 16 Jahre, welche die obligatorische Schulzeit bei den Schulangeboten Asyl beenden, jedoch aufgrund ihrer späten Einreise nicht über ausreichend Deutschkenntnisse und schulische Kompetenzen für den Berufseinstieg verfügen
  • Späteingereiste Jugendliche und junge Erwachsene bis 23 Jahre aus dem Asylbereich und aus EU/EFTA-und Drittstaaten, die nicht länger als zwei Jahre in der Schweiz sind

Angebote

Angebote Ziele Zielgruppen
obligatorische Schulzeit
  • Vorbereitung auf den Übertritt in eine Regelklasse
  • Deutsch lernen
  • mit dem Schulalltag in der Schweiz vertraut werden

Begleitete Kinder und Jugendliche, die mit ihren Eltern in einem kantonalen Asylzentrum wohnen

obligatorische Schulzeit

  • Kompetenzen für die berufliche Integration erwerben
  • Deutsch lernen
  • mit dem Schulsystem und dem Schulalltag in der Schweiz vertraut werden
Unbegleitete Jugendliche, die im kantonalen Asylzentrum Grosshof wohnen
Fremdsprachige junge Erwachsene
  • fachliche und überfachliche Kompetenzen im Hinblick auf die berufliche Integration vertiefen
  • Vorbereitung auf das Integrationsbrückenangebot IBA
  • Möglichkeit, die Volksschule zu verlängern
Spät eingereiste Jugendliche mit Asyl- oder Flüchtlingsstatus oder aus EU/EFTA- und Drittstaaaten, die noch nicht bereit sind für den Berufs- oder Arbeitseinstieg

Pädagogische Konzepte

Finanzierung

Die Schulangebote Asyl sind über das Globalbudget der Dienststelle Volksschulbildung finanziert, wobei die DAF bzw. die DISG für das nachobligatorische Angebot für Fremdsprachige junge Erwachsene einen zwischen den Dienststellen vereinbarten Betrag beitragen.

Lernende, die über die DISG mitfinanziert sind, beteiligen sich mit einem durch die DISG festgelegten Betrag an den Kosten.
Merkblatt Kostenbeitrag

Lehrplan

Der Unterricht der Schulangebote Asyl orientiert sich am Lehrplan des Kantons Luzern und bereitet die Lernenden auf die Eingliederung ins reguläre Schul- und Bildungssystem der Schweiz vor. Hauptfächer sind Deutsch als Zweitsprache und Mathematik. Weitere Fächer sind Technisches Gestalten, Bewegung und Sport sowie je nach Sprachniveau Mensch, Natur, Gesellschaft (MNG), Tastaturschreiben und Informatik. Geübt werden auch überfachliche Kompetenzen wie Arbeitshaltung, Pünktlichkeit, Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit.

Unterricht

Kinder und Jugendlichen aus dem Asylbereich sowie späteingereiste Jugendliche und junge Erwachsene starten psychisch und schulisch mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. Viele fallen als Folge ihrer Kriegs- und Fluchterfahrungen durch Konzentrationsstörungen und andere Symptome auf. Einige können weder lesen noch schreiben oder kennen die lateinische Schrift nicht. Andere bringen Schulkenntnisse aus dem Heimatland oder der Schweiz mit.

Einstufungstest
Vor dem Start in den Schulangeboten Asyl machen sowohl die Kinder und Jugendlichen der obligatorischen Schulzeit als auch die Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Einstufungstest. Die Ergebnisse bilden zusammen mit dem Alter die Grundlage für die Klasseneinteilung.

Der Unterricht findet von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr statt.

Schulstandorte

Die Schülerzahl ist sehr volatil. Zurzeit (August 2019) besuchen rund 90 Kinder und Jugendliche die Schulangebote Asyl. Sie werden an zwei Standorten unterrichtet. Hauptstandort ist das Schulhaus Schädrüti in Luzern.

Standort  Angebote 
Luzern, Schulhaus Schädrüti
  • Obligatorisch Schulzeit (1./2./3. Zyklus)
  • Fremdsprachige junge Erwachsene (Alphabetisierung bis Deutsch A1) 
Rothenburg, Durchgangszentrum  Obligatorische Schulzeit (1. Zyklus)
Luzern, Altes Zeughaus
 Fremdsprachige junge Erwachsene (Deutsch A2)

1. Zyklus: KG und 1./2. Klasse I 2. Zyklus: 3. - 6. Klasse I 3. Zyklus: 7. - 9. Klasse

Integration

Sobald die Kinder vom Zentrum weg in individuelle Wohnungen ziehen, beginnt ihre Integration in die Gemeindeschule.  Die Schulangebote Asyl geben eine Empfehlung ab zur Schulstufe - verbunden mit einem Bericht zum Lern- und Entwicklungsstand des Kindes.

Unbegleitete Kinder und Jugendliche (MNA) besuchen die Schulangebote Asyl bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit und wechseln dann ins Integrationsbrückenangebot (IBA), das sie auf den Berufseinstieg vorbereitet. Jugendliche, die mit 16 Jahren dafür noch nicht bereit sind, können ihre Schulzeit an den Schulangeboten Asyl im Angebot für Fremdsprachige junge Erwachsene um ein oder zwei Unterrichtsjahre verlängern.

Späteingereiste Jugendliche und junge Erwachsene starten nach ein bis zwei Jahren die berufliche Integration über das Integrationsangebot des Zentrums für Brückenangebote (IBA) oder über einen alternativen Weg.

Dienststelle Volksschulbildung
Schulangebote Asyl

Leitung
Brigitt Stadelmann

Schulhaus Schädrüti
Würzenbachmatte 1

6006 Luzern

Standort


Telefon
041 228 79 40

E-Mail
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