Bildungspolitik

Verschiedene Themen, welche die Volksschule tangieren, befinden sich im bildungspolitischen Prozess.

Kostenteiler Kanton - Gemeinden

Bis jetzt bezahlt der Kanton 25% der Kosten an die Volksschulbildung, die Gemeinden bezahlen 75%. Der Kostenteiler soll zu Gunsten der Gemeinden verändert werden. Der Regierungsrat hat dazu einen Planungsbericht (B 19) an den Kantonsrat verfasst. Dieser wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Thematik wird im Rahmen der Aufgaben- und Finanzreform 18 bearbeitet, welche aufgrund des Konsolidierungsprogramms KP 17 vorläufig sistiert ist.

Teilrevision VBG per 1. August 2016

Am 1. August 2016 sind folgende Gesetzesänderungen in Kraft getreten:

Der Regierungsrat hat die dazugehörenden Verordnungsbestimmungen erlassen.

Die Gesetzesänderungen (siehe Seite 7)

Schuladministrationssoftware

Die bisher verwendete Administrationssoftware an den Volksschulen ist über 20-jährig und genügt den Anforderungen nicht mehr. Deshalb haben der Verband Luzerner Gemeinden und die Dienststelle Volksschulbildung nach einer neuen Lösung gesucht. Diese wurde öffentlich ausgeschrieben. Die neue Schuladministrationssoftware optimiert die Datenverwaltung und Datenpflege der Schulen. Zudem kann sie von der DVS für statistische Erhebungen genutzt werden, z. B. zur Berechnung der Kantonsbeiträge. Die Software soll von allen Volkschulen verbindlich genutzt werden. Der Kantonsrat hat der Gesetzesänderung und dem Kredit anfangs November 2016 zugestimmt. Aufgrund des budgetlosen Zustands ist der Beginn der Projektarbeiten frühestens im Sommer 2017 möglich.

Zeitplan  

  • August 2018: Arbeitsaufnahme Pilotschulen
  • Februar 2019: Abnahme Software und Start mit weiteren Schulen
  • August 2020: Projektabschluss

Fremdspracheninitiative

Der Kantonsrat hat im Dezember 2015 die Volksinitiative "Eine Fremdsprache auf der Primarstufe" für gültig erklärt - im Gegensatz zum Antrag der Regierung. Die Botschaft wurde im Januar 2017 vom Kantonsrat behandelt und die Initiative abgelehnt. Nun wird die Volksabstimmung vorbereitet.

Zeitplan

  • 24. September 2017: Volksabstimmung

Neuberechnung Pro-Kopf-Beiträge

Im Gesetz über die Volksschulbildung (VBG) sind die Beiträge festgelegt, die der Kanton den Gemeinden bezahlt, die sog. Pro-Kopf-Beiträge. Damit die Kostenentwicklung besser gesteuert werden kann, sollen die Berechnungsformel angepasst und sogenannte Standardkosten definiert werden. Das macht eine Teilrevision des VBG nötig. Das Vernehmlassungsverfahren wird zur Zeit ausgewertet.

Zeitplan

  • Beschluss Botschaft durch Regierungsrat
  • Behandlung im Kantonsrat, 1. Lesung
  • Behandlung im Kantonsrat, 2. Lesung
  • geplantes Inkrafttreten: 1. Januar 2018    

"Lehrplaninitiative"

Ende Juni 2016 wurde eine kantonale Gesetzesinitiative mit dem Titel "Bildungsreformen vors Volk" eingereicht. Diese möchte die Kompetenz, einen obligatorischen Lehrplan für den Kanton zu erlassen vom Regierungsrat an die Stimmberechtigten verschieben. Zudem sollen die Wochenstundentafeln, Struktur- und Modelländerungen im Schulsystem vom Kantonsrat genehmigt werden müssen.

Zeitplan

  • Innerhalb eines Jahres muss eine Botschaft des Regierungsrates an den Kantonsrat erfolgen.