Arbeitsplatz Schule

Was ist zu tun, um die Arbeitssituation in den Schulen zu verbessern? Das Bildungs- und Kulturdepartement (BKD) und der Verband Luzerner Gemeinden haben nach Antworten gesucht und dem Regierungsrat acht Massnahmen vorgeschlagen.

  1. Schulsozialarbeit im Kindergarten und in der Primarschule einführen
  2. Unterrichtsverpflichtung für Klassenlehrpersonen reduzieren
  3. Besoldungen erhöhen
  4. Schulpool für besondere Aufgaben erhöhen
  5. Schulinterne Personalarbeit verstärken
  6. Schulleitungspool erhöhen
  7. Berufsauftrag und Arbeitszeitregelung überarbeiten und rechtlich verbindlich regeln
  8. Schulleitungen stärken und Schulsekretariate einführen und ausbauen

Der Regierungsrat hat im Juni 2011 diesen Massnahmen zugestimmt. Sie sollen bis zum Schuljahr 2015/16 schrittweise realisiert werden. Dafür braucht es aber noch Anpassungen einzelner Verordnungen (z.B. Besoldungsverordnung), die wiederum vom Regierungsrat beschlossen werden müssen. Der Verband Luzerner Gemeinden (VLG) hat der Umsetzung dieser Massnahmen ebenfalls zugestimmt, allerdings unter folgender Bedingung: Der Kanton soll sich mit 30 % statt mit 25 % an den Betriebskosten der Volksschule beteiligen.

Am 3. April 2012 hat der Regierungsrat folgende Anstellungsmassnahmen beschlossen: Alle Lehrpersonen erhalten eine lineare Besoldungserhöhung von 0.8 Prozent seit 1. März 2012 (Auszahlung mit der April Besoldung). Zudem wurden alle Lehrpersonen der Volksschulen per 1. August 2012 eine Klasse höher eingereiht. Dafür entfällt der Stufenanstieg (Ausnahme Fachpersonen der Schuldienste). Alle Klassenlehrpersonen der 5./6. Primarklassen und der Niveau C-Klassen der Sekundarschule erhalten seit Schuljahr 2012/13 eine zweite Lektion für die Funktion als Klassenlehrperson. Ab Schuljahr 2014/15 erhalten die Lehrpersonen Sek Niveau A und B sowie Kindergarten eine 2. Klassenführungslektion. An der Basisstufe gibt es 1.5 Lektionen dafür.

Personalpflege: Ein Beschluss liegt vor: Die Schulleitungen können pro Lehrperson einen jährlichen Betrag von ca. Fr. 110.- für die Personalpflege (z. B. Weihnachtsessen) einsetzen, wie dies an kantonalen Schulen bereits üblich ist.

Berufsauftrag: Der Regierungsrat hat das Bildungs- und Kulturdepartement beauftragt, den Berufsauftrag und die Arbeitszeitregelung der Lehrpersonen zu überprüfen. Eine Arbeitsgruppe, in der auch der LLV, der VSL LU und der VSBL vertreten waren, hat die Arbeiten abgeschlossen.

Im Zusammenhang mit dem überarbeiteten Berufsauftrag wurde ein neues Zeiterfassungssystem entwickelt. Die Excel-Lösung kann direkt von der DVS-Website heruntergeladen werden.

Schulleitungen: Zwei Arbeitsgruppen befassten sich im Schuljahr 2013/2014 mit der Erhöhung des Schulleitungspools und der Stärkung der Schulleitung. Die Steuergruppe schlägt in ihrem Bericht vor, die bereits vorgeschlagene Erhöhung um 1/8 Lektion pro Klasse für Schulleitungen weiterzuverfolgen und die Aufgabenaufteilung zwischen Schulpflege und Schulleitung anzupassen. Bis wann dies umgesetzt werden kann, ist noch offen. Im Rahmen der Revision des Volksschulbildungsgesetzes (voraussichtlich per 1. August 2016) werden die Verschiebungen von Kompetenzen von Schulpflege zu Schulleitung vorgeschlagen und in die Vernehmlassung gegeben.

Schulpool: Im kantonalen Projekt „Leistungen und Strukturen II“ wird vorgeschlagen, auf die Umsetzung der Erhöhung des Schulpools zu verzichten, da mit der Umsetzung dieser Massnahme noch nicht begonnen wurde.

Bericht zum Projekt "Arbeitsplatz Schule"
Einschätzungen und Vorschläge der Projektorganisation

Bericht